So sollten Sie sich auf das Fasten vorbereiten

Wer einen ungesunden Lebensstil verfolgt und beispielsweise häufig Koffein, Nikotin oder Zucker zu sich nimmt, kann mit einer Fastenkur viel für sein Wohlbefinden tun. Dazu gehört, die Darmgesundheit zu fördern, sein Immunsystem zu stärken und Kraft zu tanken. Damit keine körperlichen Nebenwirkungen auftreten und die Fastenphase ihre volle Wirkung entfalten kann, sollten Sie sich gut auf das Fasten vorbereiten. Im Folgenden erklären wir, wie Sie Körper und Geist schon vor der Kur behutsam in Einklang bringen.

Was genau ist Heilfasten und was gibt es zu beachten?

Entschlacken, entgiften, abnehmen – Fasten wirkt für viele Menschen wahre Wunder. Doch Heilfasten ist keine Neuentdeckung unserer Zeit, sondern
fußt auf jahrtausendealten Traditionen. In seiner heute bekannten Form geht es auf den Mediziner Otto Buchinger (1878–1966) zurück. Dabei werden ausschließlich darmfreundliche, nichtfeste Lebensmittel zugeführt: Gemüsebrühen, Kräutertees, Säfte und Heilerde gehören zum schonenden Speiseplan.

Die Methode des Heilfastens wird zur Vorbeugung sowie zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt. Je nach körperlichen Voraussetzungen und Indikation umfasst die Fastendauer zwei bis vier Wochen. Das Ziel des Heilfastens ist die Wiederherstellung der Darmfunktion, die Regeneration der Darmflora sowie die Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens. Es ist zu beachten, dass Fasten nicht bedeutet, einfach für ein paar Tage das Essen einzustellen. Heilfasten sollte immer professionell begleitet und im Vorfeld durch einen Arzt abgeklärt werden. Darüber hinaus gibt es Vorgaben zur Vorbereitung, mit denen Sie optimale Ergebnisse erzielen können.

Wie erfolgt die professionelle Heilfasten-Vorbereitung?

Haben Sie sich für eine Kur entschieden, geht es an die Fastenvorbereitung – und diese erfolgt ganzheitlich. Die medizinische, psychosoziale und die spirituelle Ebene sind untrennbar miteinander verbunden. Deshalb ist nicht nur eine angemessene körperliche Heilfasten-Vorbereitung wichtig, sondern auch die geistige.

Körperliche Vorbereitung auf das Heilfasten: Auf Genuss verzichten

Damit der ganze Körper und speziell der Darm auf die geringere Energiezufuhr und die Ernährungsumstellung eingestellt werden, legen Sie vor der Fastenkur sogenannte Entlastungstage ein. Spätestens in dieser Phase sollten Sie den Konsum von Nikotin, Koffein und Alkohol einstellen. Außerdem
ist es natürlich nicht ratsam, am letzten Tag vor dem Fastenbeginn noch schnell einen Gänsebraten und Schokoladeneis zu genießen.
Vielmehr sollten Sie bereits eine Woche zuvor Ihre Ernährung von fett- und eiweißreicher Kost auf leichtes Gemüse, Milchprodukte und Obst  umstellen, um Magen und Darm auf das Kommende „einzustimmen“. Am Morgen des ersten Fastentages wird eine Darmentleerung durchgeführt, in der Regel durch die orale Einnahme eines Abführmittels. So ist der Darm optimal auf die Folgezeit vorbereitet.

Sehr wichtig für die körperliche Fastenvorbereitung: Wer zum ersten Mal fastet, sollte in jedem Fall einen Arzt aufsuchen und sich durchchecken lassen. Es darf beispielsweise keine Nieren- oder Lebererkrankung vorliegen, auch Magengeschwüre oder eine Gastritis stellen Kontraindikationen dar.

Seelische Vorbereitung auf das Heilfasten

Die seelische Vorbereitung auf das Heilfasten ist deshalb so wichtig, weil Stress und Hektik die Wirkung der Kur beeinträchtigen können. Damit alles rundum miteinander harmoniert, sollten sich Körper und Geist im Einklang befinden. Achten Sie nicht nur während Ihrer Fastenzeit auf Ruhe und Entspannung, sondern bereits vorher. Sie können mit verschiedenen Meditationstechniken und Achtsamkeitsübungen im Alltag das Fasten vorbereiten. Regelmäßiger Schlaf, so wenig Unterhaltungselektronik wie möglich und achtsames Essen sind wichtig für eine erholsame Darmsanierung.

Eine gute Fasten-Vorbereitung ist der halbe Erfolg

Beachten Sie all diese Punkte und gehen mit entspanntem Geist und Körper in Ihre Fastenzeit, dann werden Sie spürbare Effekte bemerken. Sie fasten nicht nur bestimmte Nahrungsmittel, sondern sie fasten auch Stress und andere negative Alltagseinflüsse!