Schwindel und Kreislaufprobleme beim Fasten
Schwindel beim Fasten kommt in den allermeisten Fällen vom Kreislauf: Der Blutdruck sinkt beim Fasten natürlicherweise ab, und beim schnellen Aufstehen versackt das Blut kurz in den Beinen. Setz oder leg dich hin, lagere die Beine hoch und trinke eine Tasse gesalzene Gemüsebrühe — meist ist der Spuk nach wenigen Minuten vorbei. Wichtig ist vor allem: langsam aufstehen.
Was gerade in deinem Körper passiert
Beim Fasten sinken Blutdruck und Blutzucker — für viele ein erwünschter Effekt, für den Kreislauf aber erst einmal eine Umstellung. Besonders beim Wechsel vom Liegen oder Sitzen ins Stehen braucht der Körper jetzt einen Moment länger, um den Druck anzupassen. Das kurze Schwarzwerden vor den Augen oder ein Schwankgefühl beim Aufstehen ist deshalb die typischste Kreislaufreaktion der Fastenzeit.
Dazu kommt der Flüssigkeits- und Salzhaushalt: In den ersten Tagen scheidet der Körper vermehrt Wasser und Natrium aus. Fehlt beides, verstärkt sich die Neigung zu Schwindel und Benommenheit — deshalb ist die gesalzene Brühe im Buchinger-Fasten kein Ritual, sondern Kreislaufpflege.
Was du jetzt tun kannst
- Sofort hinsetzen oder hinlegen und die Beine hochlagern — nicht „durchstehen“ wollen.
- Eine Tasse warme Gemüsebrühe mit Salz trinken; über den Tag auf 2,5 bis 3 Liter Flüssigkeit kommen.
- Grundsätzlich langsam aufstehen: erst an die Bettkante, Füße wippen lassen, dann erst ganz hoch.
- Den Kreislauf morgens sanft anregen — Wechselduschen, Trockenbürsten, ein Spaziergang an der frischen Luft.
- Auslöser meiden, die den Blutdruck zusätzlich senken: sehr heiße Bäder, Sauna, langes Stehen.
Wann du ärztlich abklären solltest
- Schwindel mit Ohnmacht, Sturz oder wiederholten Beinahe-Ohnmachten — dann das Fasten beenden und ärztlich abklären
- Schwindel zusammen mit Sprach- oder Sehstörungen oder halbseitigen Symptomen: sofort ärztliche Hilfe / Notruf
- Wenn du Blutdrucksenker oder Entwässerungsmittel einnimmst: Schwindel immer ärztlich rückmelden — die Dosis muss beim Fasten oft angepasst werden, und das gehört ausschließlich in ärztliche Hand
Grundsätzlich gilt: Sicherheit geht immer vor Fastenerfolg. Im Zweifel das Fasten beenden und ärztlich abklären lassen.
So beugst du vor
Wer zu niedrigem Blutdruck neigt, startet am besten mit fest eingeplanter täglicher Brühe, ausreichend Salz und moderater Bewegung ins Fasten. Und: Medikamente vor dem Fastenstart ärztlich besprechen — besonders Blutdruck- und Entwässerungsmittel.
In begleiteten Fastengruppen tritt schwerer Schwindel selten auf, weil Trinkmenge, Brühe und Tagesrhythmus von Anfang an stimmen — genau dafür ist die Begleitung da.
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Dieser Beitrag informiert allgemein über Begleiterscheinungen des Fastens und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Menschen mit Vorerkrankungen oder Dauermedikation klären das Fasten vorab ärztlich ab; Medikamente werden nie eigenmächtig verändert.