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Alle Fastenkrisen im Überblick

Fasten bei Bluthochdruck: geht das – und wie sicher?

Fasten senkt den Blutdruck oft deutlich — für Menschen mit Bluthochdruck kann das ein erwünschter Effekt sein, macht das Fasten aber zugleich zu einer Sache, die in ärztliche Hände gehört. Wer Blutdrucksenker einnimmt, riskiert beim Fasten einen zu starken Abfall, wenn die Medikation nicht angepasst wird. Deshalb gilt: Bei Bluthochdruck nur nach ärztlicher Abklärung, mit angepasster Medikation und am besten in Begleitung fasten — niemals Tabletten eigenmächtig absetzen.

Was gerade in deinem Körper passiert

Beim Fasten sinkt der Blutdruck aus mehreren Gründen: Der Körper scheidet in den ersten Tagen Wasser und Salz aus, das Blutvolumen nimmt ab, und der gesamte Stoffwechsel fährt herunter. Für viele Menschen mit leicht erhöhten Werten ist das ein willkommener Effekt — nicht selten bessern sich die Blutdruckwerte im Fasten spürbar. Genau darin liegt aber auch das Risiko: Wer bereits Blutdrucksenker nimmt, bei dem addieren sich Medikament und Fastenwirkung, und der Druck kann gefährlich tief fallen.

Ein zu niedriger Blutdruck macht sich als Schwindel, Benommenheit, Schwäche oder Schwarzwerden vor den Augen bemerkbar — besonders beim Aufstehen. Deshalb ist die Dosis der Medikamente beim Fasten oft anzupassen, und das ist ausschließlich Sache der Ärztin oder des Arztes. Eigenmächtiges Absetzen oder Reduzieren ist gefährlich und kann den Blutdruck umgekehrt entgleisen lassen. Fasten bei Bluthochdruck ist also gut möglich — aber nur im ärztlich begleiteten Rahmen.

Was du jetzt tun kannst

  1. Vor dem Fasten ärztlich abklären: Eignung prüfen und besprechen, ob und wie die Blutdruckmedikation während des Fastens angepasst wird.
  2. Medikamente nie eigenmächtig verändern — Dosisänderungen ausschließlich nach ärztlicher Vorgabe.
  3. Den Blutdruck während des Fastens regelmäßig selbst messen und die Werte dokumentieren.
  4. Auf Kreislaufzeichen achten: langsam aufstehen, bei Schwindel sofort hinsetzen, gesalzene Brühe trinken.
  5. In Begleitung fasten: In einer ärztlich begleiteten Fastenwoche werden Blutdruck und Medikation von Anfang an im Blick behalten.

Wann du ärztlich abklären solltest

  • Ausgeprägter Schwindel, Ohnmacht oder wiederholtes Schwarzwerden vor den Augen — Zeichen eines zu tiefen Blutdrucks: Fasten unterbrechen und ärztlich Rücksprache halten
  • Umgekehrt: stark erhöhte Werte, Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Brustschmerzen — sofort ärztliche Hilfe
  • Wer neben Blutdrucksenkern auch Entwässerungsmittel (Diuretika) nimmt, fastet nur unter besonders enger ärztlicher Kontrolle

Grundsätzlich gilt: Sicherheit geht immer vor Fastenerfolg. Im Zweifel das Fasten beenden und ärztlich abklären lassen.

So beugst du vor

Die wichtigste Vorbeugung ist das ärztliche Vorgespräch: Wer mit einem klaren Plan für die Medikation ins Fasten startet, vermeidet die meisten Kreislaufprobleme von vornherein.

Gute Kreislaufpflege von Tag eins an — feste Brühezeiten, ausreichend Flüssigkeit, langsames Aufstehen — hält den Blutdruck in einem sicheren Bereich. Begleitetes Fasten ist bei Bluthochdruck der klar sicherere Weg als das Fasten allein zu Hause.

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Dieser Beitrag informiert allgemein über Begleiterscheinungen des Fastens und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Menschen mit Vorerkrankungen oder Dauermedikation klären das Fasten vorab ärztlich ab; Medikamente werden nie eigenmächtig verändert.