Frieren beim Fasten: warum dir kalt ist und was hilft
Frieren gehört zu den häufigen, harmlosen Begleiterscheinungen des Fastens: Ohne Nahrung produziert der Körper weniger Verdauungswärme, drosselt den Stoffwechsel etwas und fährt die Durchblutung von Händen und Füßen zurück, um die Körpermitte warm zu halten. Kalte Hände und Füße sind deshalb normal. Was hilft: warm anziehen, warme Getränke und Brühe, ein Fußbad, Bewegung — und Wärme von außen bewusst zuführen.
Was gerade in deinem Körper passiert
Ein großer Teil unserer Körperwärme entsteht bei der Verdauung. Fällt das Essen weg, fehlt diese Wärmequelle — der Körper fühlt sich kühler an, besonders nach Ruhephasen und in der Nacht. Zusätzlich fährt der Stoffwechsel beim Fasten leicht herunter, um Energie zu sparen, was die Wärmeproduktion weiter senkt.
Dazu kommt die Durchblutung: Um die lebenswichtigen Organe in der Körpermitte warm zu halten, drosselt der Körper die Durchblutung der Körperränder. Deshalb sind es vor allem Hände und Füße, die beim Fasten kalt werden. All das ist eine sinnvolle Sparreaktion und kein Grund zur Sorge — mit dem Fastenbrechen normalisiert sich die Wärmeregulation wieder.
Was du jetzt tun kannst
- Warm anziehen und einpacken: Socken, Pullover, Schal, eine Decke für zwischendurch — beim Fasten darf man sich ruhig wärmer halten als sonst.
- Warme Getränke über den Tag: Kräutertee und vor allem die warme Gemüsebrühe wärmen von innen und stützen zugleich den Kreislauf.
- Ein warmes Fuß- oder Vollbad, eine Wärmflasche im Bett — gezielte Wärme von außen tut in der Fastenzeit besonders gut.
- In Bewegung bleiben: Ein zügiger Spaziergang oder leichte Gymnastik bringt die Durchblutung in Hände und Füße zurück.
- Warme Räume aufsuchen und Auskühlen vermeiden — nach Ruhephasen und morgens ist die Frostneigung am größten.
Wann du ärztlich abklären solltest
- Frieren mit Zittern, kaltem Schweiß, Herzrasen und Benommenheit kann eine Unterzuckerung sein — dann etwas Zuckerhaltiges trinken und ärztlich abklären
- Ausgeprägtes, nicht zu erwärmendes Frieren zusammen mit starker Schwäche oder Kreislaufproblemen: Fasten beenden und abklären lassen
- Wer eine Schilddrüsenunterfunktion hat oder entsprechende Medikamente nimmt, bespricht das Fasten und ungewöhnliches Frösteln ärztlich
Grundsätzlich gilt: Sicherheit geht immer vor Fastenerfolg. Im Zweifel das Fasten beenden und ärztlich abklären lassen.
So beugst du vor
Die Fastenzeit lässt sich frostärmer gestalten, indem man von Anfang an für Wärme sorgt: warme Kleidung, feste Brühezeiten, ein tägliches Fußbad als Ritual.
Wer ohnehin schnell friert oder zu niedrigem Blutdruck neigt, plant die Wärmepflege bewusst mit ein und wählt für das Fasten eher eine mildere Jahreszeit als den kältesten Winter.
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Dieser Beitrag informiert allgemein über Begleiterscheinungen des Fastens und ersetzt keine ärztliche Diagnose oder Behandlung. Menschen mit Vorerkrankungen oder Dauermedikation klären das Fasten vorab ärztlich ab; Medikamente werden nie eigenmächtig verändert.